Rheumatische Erkrankungen gehören zu den häufigsten chronischen Erkrankungen in Deutschland. Rund 17 Millionen Menschen sind hierzulande daran erkrankt, darunter nicht nur ältere, sondern auch Kinder und Jugendliche. Zugleich zählt „Rheuma“ auch zu den medizinisch anspruchsvollsten Diagnosen. Hinter dem Begriff verbergen sich mehr als 100 unterschiedliche Krankheitsbilder mit vielfältigen Ursachen und chronischen Schmerzen in unterschiedlichsten Körperbereichen.
Prof. Dr. Peter Härle leitet als Chefarzt die Klinik für Rheumatologie, Klinische Immunologie und Physikalische Therapie und das erste Rheumatologische Zentrum nach den Qualitätskriterien des Gemeinsamen Bundesausschusses in Berlin (G-BA) in Rheinland-Pfalz. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Medizin verstehen informiert er über das breite Spektrum rheumatischer Erkrankungen und wie aus einzelnen, vielleicht unspezifischen Beschwerden die Diagnose Rheuma entstehen kann. Zu der Veranstaltung am Mittwoch, 27. Mai, um 17 Uhr in der Cafeteria des MKM sind alle eingeladen, die sich für das Thema interessieren.
„Rheuma“ kann an Gelenken, der Wirbelsäule, den Blutgefäßen, dem Blut, der Haut, den Augen, den Nieren, der Schilddrüse, dem Herzen und potenziell an allen inneren Organen auftreten. Bei dieser Erkrankung greift das Immunsystem körpereigenes Gewebe an. Das führt zu chronischen Entzündungen. Die Diagnostik muss den ganzen Menschen in den Blick nehmen. Im MKM steht hierfür ein eigenes immunologisches Labor zur Verfügung, in dem Blut und Gewebeproben der betroffenen Organe untersucht werden.
Auf der Basis dieser Befunde werden die Patientinnen und Patienten dann gezielt behandelt. „Heute wissen wir, dass das Immunsystem eine wichtige Rolle im rheumatischen Krankheitsgeschehen spielt“, sagt Prof. Härle. Wichtig für die korrekte Behandlung sei, dass die Erkrankung frühzeitig diagnostiziert werde. Neben der medikamentösen Therapie werden die verschiedenen Methoden der physikalischen Therapie eingesetzt, um eine rasche und ganzheitliche Besserung der körperlichen Beeinträchtigungen zu bewirken.
Bei dem Seminar Medizinverstehen bringt Prof. Härle ausreichend Zeit mit, um die Fragen der Teilnehmenden zu beantworten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

