Die chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) ist eine häufige, chronische Lungenerkrankung – fast 10% der über 45-jährigen sind daran erkrankt. Bei Frauen wurde zuletzt ein Anstieg der Häufigkeit der COPD beobachtet. COPD führt zu einer dauerhaften Verengung der Atemwege. Dadurch wird insbesondere das Ausatmen erschwert und es kommt zu Husten. Ist die Erkrankung fortgeschritten, bekommen die Betroffenen schwerer Luft und geraten bei Alltagstätigkeiten wie Treppensteigen oder einem Spaziergang außer Atem. COPD gehört sowohl in Deutschland als auch weltweit zu einer der häufigsten Todesursachen.
Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Medizin verstehen informieren Chefarzt Prof. Dr. Michael Kreuter, Leiter des Lungenzentrums Mainz, und Dr. Andreas Budahn, Leitender Oberarzt der Klinik für Pneumologie, Beatmungs- und Schlafmedizin des MKM, über die aktuellsten Therapien der COPD. Zusätzliche Einblicke in die COPD und Möglichkeiten der Versorgung gibt Jürgen Frischmann als Betroffener von der COPD Selbsthilfegruppe Rhein Main. Zu der Veranstaltung am Donnerstag, 11. Dezember um 17 Uhr in der Cafeteria des Marienhaus Klinikums Mainz sind alle herzlich eingeladen, die sich für das Thema interessieren.
Eine COPD entwickelt sich langsam über Jahre hinweg. Es fällt den Betroffenen anfangs kaum auf, dass sich ihre Lungenfunktion stetig verschlechtert. Beschwerden wie hartnäckiger Husten werden anfangs oft für „normalen“ Raucherhusten oder Alterserscheinungen gehalten. Der häufigste Auslöser ist das Rauchen, auch von E-Zigaretten, das zu einer chronischen Entzündung der Bronchien führen kann. Auch hohe Konzentrationen von Schadstoffen wie Industrieabgasen, Ruß oder Staub können die Atemwege schädigen.
Prof. Kreuter und Dr. Budahn werden bei der Veranstaltung darüber informieren, was Betroffene tun können, um ein Fortschreiten der Erkrankung zu verlangsamen, was hilft, um wieder mehr Luft zu bekommen und damit die Lebensqualität zu verbessern. Dabei stellen sie beispielsweise neuste Methoden wie die sogenannte Endoskopische Lungenvolumenreduktion vor, bei der nicht mehr funktionierende Lungenanteile behandelt werden.
Die beiden Lungenfachärzte und Jürgen Frischmann von der COPD Selbsthilfegruppe Rhein-Main bringen ausreichend Zeit mit, um die Fragen der Teilnehmenden zu beantworten. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

