Arthrose ist die weltweit häufigste Gelenkerkrankung. Allein in Deutschland leiden etwa 10 Millionen Menschen an dieser Form des Gelenkverschleißes. Betroffen sind hauptsächlich die Hüft- und Kniegelenke. Die Patientinnen und Patienten leiden meist unter starken Schmerzen und werden zunehmend immobil. Gerade ältere und hochbetagte Menschen fürchten sich jedoch häufig vor der Narkose und dem Risiko nach der Operation ein postoperatives Delir, also einen Verwirrtheitszustand, zu erleiden.
Die Versorgung mit künstlichen Hüft-, Knie oder Schultergelenken bedarf neben einer hohen Expertise bei der Operation auch einer spezialisierten altersmedizinischen Kompetenz. Betagte Menschen leiden oftmals unter altersbedingten Vorerkrankungen und bringen besondere Risiken für den Verlauf nach einer Operation mit. Diese Risiken können jedoch minimiert werden. Hierfür erfolgt am Marienhaus Klinikum Mainz bei diesen Patientinnen und Patienten bereits vor der Operation ein interdisziplinäres geriatrisches Assessment. Dadurch werden Patientinnen und Patienten mit besonderen Risikofaktoren identifiziert. Diese berücksichtigen die Ärzte während der gesamten Behandlung.
Über das Thema Gelenkersatz beim alten Menschen – viel mehr als nur die Operation informieren Prof. Dr. Pierre Kunz, Direktor des Zentrums für Orthopädie und Unfallchirurgie, und Dr. Lothar van den Abeelen, MHBA, Leiter des Zentrums für Altersmedizin und rehabilitative Medizin. Beide Ärzte leiten gemeinsam das Alterstrauma-Zentrum im Marienhaus Klinikum Mainz (MKM). Zu dem Seminar, das im Rahmen der Veranstaltungsreihe Medizin verstehen stattfindet, sind alle eingeladen, die sich für das Thema interessieren.
Als zertifiziertes Endoprothetikzentrum bringt das Zentrum für Orthopädie und Unfallchirurgie am MKM eine umfangreiche Expertise in der operativen Versorgung der großen Gelenke mit. Mit seinem zertifizierten Alterstrauma-Zentrum und der Klinik für Akutgeriatrie ist das MKM ganz besonders spezialisiert auf die Behandlung älterer Menschen. Durch die Bündelung dieser Kompetenzen können die Ärztinnen und Ärzte auch betagten Patientinnen und Patienten eine bestmögliche Versorgung vor, während und nach der Operation anbieten.
Beide Ärzte stehen im Nachgang nach dem Vortrag für Fragen der Teilnehmenden zur Verfügung. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

