Die koronare Herzkrankheit und der Herzinfarkt stehen dieses Jahr im Mittelpunkt der Herzwochen im November. Das Marienhaus Klinikum Mainz (MKM) beteiligt sich an dieser Initiative der Deutschen Herzstiftung, mit der die Bevölkerung über das Thema Herzgesundheit informiert werden soll. Deshalb lädt das Marienhaus Klinikum am 19. November zu einer Vortragsveranstaltung um 16 Uhr in der Cafeteria ein. Zum Thema Früherkennung und medikamentöse Vorsorge bei Koronarer Herzerkrankung referieren Prof. Dr. Sabine Genth-Zotz, Chefärztin der Klinik für Innere Medizin 1, Kardiologie, und Dr. Johannes Höhne, Oberarzt der Klinik für Innere Medizin 1, Kardiologie. Eingeladen zu der Veranstaltung sind alle, die sich für dieses Thema interessieren.
Damit das Herz seine lebenswichtige Arbeit unermüdlich leisten kann, muss es ausreichend mit nähr- und sauerstoffreichem Blut versorgt werden. Dies erfolgt über die Koronararterien (Herzkranzgefäße). Kommt es dort zu Ablagerungen – sogenannten Plaques – können diese Gefäße zunehmend verengen („verkalken“). Dieser Prozess wird als koronare Herzkrankheit (KHK) bezeichnet. Sie ist die Vorstufe des Herzinfarkts und die häufigste Herzerkrankung in Deutschland mit rund 540.000 Krankenhausaufnahmen und 126.000 Todesfällen pro Jahr, so die Zahlen aus dem Deutscher Herzbericht 2024.
Das Tückische an der KHK ist, dass sie sich oft über eine lange Zeit ohne spürbare Symptome entwickelt. Betroffene nehmen nicht wahr, dass ihr Herzmuskel zunehmende schlechter durchblutet wird. Erste Beschwerden wie ein Gefühl der Brustenge (Angina pectoris) werden häufig nicht ernst genommen. Auch Begleiterkrankungen wie Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen, Diabetes mellitus und Vorhofflimmern entwickeln sich unbemerkt und können Ablagerungen in den Gefäßen begünstigen. Führt die KHK zu einem vollständigen Verschluss eines Koronargefäßes, erleidet der Patient oder die Patientin einen Herzinfarkt.
Prof. Dr. Genth-Zotz und Dr. Höhne werden in ihren Vorträgen über die Diagnostik, moderne Therapie- und Präventionsmöglichkeiten der koronaren Herzkrankheit informieren. Denn heute gibt es zahlreiche medikamentöse, interventionelle und operative Möglichkeiten eine KHK wirksam zu behandeln. Von großer Bedeutung ist dabei aber auch ein gesunder Lebensstil, der nicht nur vor der Erkrankung schützen kann, sondern auch Menschen hilft, bei denen eine KHK schon diagnostiziert wurde. Damit können sie ihrer chronischen Erkrankung aktiv gegensteuern und viel für ihre Herzgesundheit tun.
Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

