Am 25.06. fand anlässlich der Erweiterung unserer Palliativstation von acht auf zehn Betten eine kleine Feierstunde statt. Neben dem Direktorium und den Mitarbeitenden aus den kooperierenden Bereichen der Klinik waren auch externe Gäste aus Hospiz- und Palliativ-Einrichtungen in Mainz und Umgebung anwesend. Auch Stephanie Rieth, Bevollmächtigte des Generalvikars des Bistums Mainz, folgte der Einladung und segnete die neuen Zimmer.
Viele Menschen, die auf die Palliativstation kommen, haben einen langen Weg hinter sich. Sie haben schwere Diagnosen erhalten, belastende Therapien durchgestanden, Rückschläge erlebt. Sie mussten Abschied nehmen von körperlichen Fähigkeiten, von Selbstverständlichkeiten des Alltags, sehr oft auch von Zukunftsplänen.
In einer solchen Situation kann leicht das Gefühl entstehen, etwas Wesentliches zu verlieren: Kontrolle, Selbstständigkeit, Kraft – und manchmal auch das eigene Gefühl von Würde: Wenn sie auf Hilfe angewiesen sind, wenn der Körper nicht mehr mitmacht, wenn vertraute Rollen und Sicherheiten wegbrechen.
Dann besteht eine wichtige Aufgabe der Palliativversorgung darin, die Menschen spüren zu lassen, dass sie weiterhin genauso wertvollen sind, wie sie immer waren. Unsere neuen Zimmer schaffen Raum für Begegnung, Begleitung und die Arbeit vieler engagierter Menschen aus Pflege, Medizin, Therapie, Seelsorge, Sozialdienst und Ehrenamt, die jeden Tag dazu beitragen, dass Würde erfahrbar wird.
Über die Erweiterung der Station berichtete auch die Allgemeine Zeitung.


